Wissenschaftliche Erhebung

Eine in der Schweiz angewandte Methode für die Bestimmung des Graswachstums hat Eric Mosimann 2001 beschrieben. Im Unterschied der Methode Coral and Fenlon (1978). Die Methode wird auf der Internetseite von Agroscope genauer beschrieben.

Die wichtigsten Punkte zur Methode:

Material

Motormäher, Herbometer oder Doppelmeter, Rechen, Schnur und 8 Holzpflöcke

Vorgehen
  1. Eine für den Betrieb typische Wiesen- oder Weidefläche wird ausgewählt.
  2. Das Datum des Vegetationsstarts wird durch regelmässiges Messen der Grashöhe ab anfangs März oder anhand des Löwenzahns (Blütenknospen sichtbar) bestimmt.
  3. Mit den Holzpflöcken und der Schnur werden zwei repräsentative Streifen abgesteckt (siehe Abb. 2). Die Streifenbreite entspricht der Mähbalkenbreite des Motormähers und die Länge wird so gewählt, dass eine Streifenfläche mindestens 7 m2 beträgt.
  4. Die Schnitthöhe des Motormähers wird auf 4 bis 5 cm eingestellt.
  5. Die Düngung wird wie für die restliche Parzelle gehandhabt.
  6. Ab dem Vegetationsstart wird abwechslungsweise alle 14 Tage ein Streifen gemäht (Abb. 2). Die Aufwuchsdauer bzw. das Nutzungsintervall beträgt somit für einen Streifen 28 Tage.
  7. Vor und nach dem Mähen wird die Grashöhe des Streifens gemessen (mindestens 15 Messungen pro Streifen und Durchgang) (Abb. 1), was zur Berechnung der Grasdichte dient. Sind die Grashöhen der Weideparzellen bekannt, kann die Grasdichte zur Schätzung des Futtervorrates herangezogen werden.
  8. Das geerntete Gras innerhalb des abgesteckten Streifens wird gewogen und eine Probe zur Bestimmung der Trockensubstanz gezogen. Die Angaben über den Ertrag des Streifens, den Trockensubstanzgehalt und die Fläche ermöglichen die Berechnung des Graswachstums in kg pro Hektare und Tag über die zurückliegenden 4 Wochen. Durch den Wechsel der Streifen ergibt sich ein 14-täglicher Wert.
Fläche für Graswachstumserhebung 2017, Standort Rütti
Fläche für Graswachstumserhebung 2017, Standort Rütti